Detlef Benecke macht aus einem Kunstgewerbehandel eine moderne Spedition und wird Unternehmer des Jahres 2017. Er kann zau­bern und Gitarre spielen. Er ist ein Glasbläser und ein Feuer­werker. Aber vor allem ist Det­lef Benecke ein erfolgreicher Geschäftsmann.Auf dem gest­rigen Ball der Prignitzer Wirt­schaft wurde er als Unterneh­mer des Jahres ausgezeichnet. Wer ihn heute hinterm Lenk­rad seiner großen Brummis sieht, ahnt nicht, dass er im März 1990 mit seinem Hobby der Glasbläserei das erste Ge­werbe gründete: ,,Geschenkar­tikel Großhandel“. An seiner Seite damals wie heute Ehe­frau Tina. Noch im gleichen Jahr folgte die Erweiterung zum Großhandel Im- und Ex­port mit kunstgewerblichen Gegenständen. Die schlechte Zahlungsmo­ral mancher Kunden machte ihn erfinderisch. Er nutzte be­stehende Fahrzeuge für Trans­porte im Stückgutbereich – der Startschuss für seine heutige Spedition mit 27 Festange­stellten, zwei Azubis, vier Aus­hilfen. Zum Fuhrpark gehören 17 Sattelzugmaschinen, acht Lkw, 31 Auflieger und vier Transporter. Benecke ist kein Typ, der sich ausruht. Er steckt voller Ideen, die er in der Regel umsetzt. So führt er auch die Werkstatt „Nutzfahrzeu­ge & ReifenService Wittenber­ge“ als Inhaber und bestimmte als Gesellschafter von Beginn an die Geschicke der ElbePort GmbH mit. Als im vergange­nen Jahr der verwaiste Ge­schäftsführerposten im Hafen neu zu besetzen war, über­nahm er die Verantwortung. Manche Stimmen sagen, dass dieser Schritt wesentlich für den Fortbestand des Hafens war. Auch das ist Benecke: Marki­ge Worte, provokante Thesen und zuweilen ein lauter Wut­ausbruch sind ihm nicht fremd. Auf der anderen Seite kann er ein sanftmütiger Teddy sein, der Kinder auf seinem Keyboard spielen lässt und immer bereit ist, sich sozial zu enga­gieren.

By Comments off 10. Januar 2018